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Kurzkonzept der Jugendetage
des Ev.-Luth. Gemeindezentrum Mümmelmannsberg für die Kinder- und Jugendarbeit /Jugendsozialarbeit |
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| Grundlage unserer Arbeit in der Jugendetage sindchristliche, ethische und humane Werte. Wir gehen davon aus, daß jeder Mensch als Individuum das Recht auf eine freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat. Diese Entfaltung der Persönlichkeit darf nicht durch politische, soziale, religiöse oder finanzielle Gründe behindert werden. In unserer Arbeit wollen wir dazu beitragen, den Menschen Raum dazu zu geben. Die Wertschätzung jedes Individuums ist eine wichtige Voraussetzung für diesen Arbeitsansatz. |
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| 1. Einleitung 2. Personelle Ausstattung 3. Räumliche Ausstattung 4. Inhaltliche Arbeit 5. Ziele |
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| 1. Einleitung Vor ca. 25 Jahren entstand im Hamburger Osten der Stadtteil Mümmelmannsberg. Dieser Stadtteil ist als typische Großraumsiedlung geplant und gebaut worden. |
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| 2. Personelle Ausstattung Die Arbeit in der Jugendetage muß mit mindestens zwei vollen hauptamtlichen Stellen durchgeführt werden. Hierbei ist darauf zu achten, daß eine Frau und ein Mann diese Arbeit gemeinsam im Team leisten. |
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| 3. Räumliche Ausstattung Die Räumliche Ausstattung der Jugendetage ist als ausreichend zu bewerten. Zwar hat sich, besonders in schwierigen Situationen, die verwinkelte Bauweise der Räumlichkeiten als Nachteil ausgewirkt, insgesamt hat diese Bauweise jedoch den Vorteil, daß Jugendliche die Chance haben sich zurückzuziehen und unter sich zu sein ohne ständig unter Beobachtung zu stehen. |
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| 4. Inhaltliche Arbeit Die Arbeit in der Jugendetage gliedert sich in mehrere Arbeitsbereiche. Diese Arbeitsbereiche sind als eng miteinander verknüpft und als voneinander abhängig zu verstehen. In allen Arbeitsbereichen gelten die Regeln: • keine Gewalt gegen andere (körperlich und verbal) • kein Konsum oder Handel mit Drogen und Alkohol • kein Angebot oder Handel mit Diebesgut • keine Diskriminierung von anderen Besuchern Folgende Arbeitsbereiche gibt es in der Jugendetage: • Mädchenarbeit • Gruppenangebote • Beratung und Einzelfallhilfe für Jugendliche, Jungerwachsene und Eltern • Aufsuchende Arbeit • Wochenend- und Ferienfahrten • Projekte • Zusammenarbeit / Fachaustausch mit anderen Einrichtungen im Stadtteil und mit überregionalen Einrichtungen Zu den einzelnen Arbeitsbereichen: Offene Angebote Das offene Angebot ist der zentrale Punkt in der Jugendarbeit. Hiermit soll es allen ermöglicht werden, die Einrichtung zu besuchen und erste Kontakte aufzubauen. Ein wichtiger Bestandteil ist der warme Mittagstisch, der während der Öffnungszeiten angeboten wird. Mädchenarbeit Ein wichtiges und unerläßliches Standbein der Jugendetage ist die parteiliche Mädchenarbeit. Denn leider werden Mädchen und Frauen in unserer Gesellschaft immer noch diskriminiert. Gerade hier im Stadtteil spiegelt sich diese Diskriminierung und klare Rollenverteilung, vor allem in der Erziehung, wieder. Hierfür ist die Jugendetage an einem Tag nur für Mädchen geöffnet. Dies bietet den Mädchen die Gelegenheit sich in geschützten und ungestörten Räumen selbst zu erproben und zu entfalten. Wichtig ist hier vor allem die Erfahrung, daß ihre positive Wertschätzung nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft wird. Neben verschiedenen Mädchengruppen mit unterschiedlichen thematischen Angeboten findet hier auch ein offenes Angebot für Mädchen statt. Hier können Mädchen miteinander ungestört sein. Sie können miteinander reden, ohne das Jungs ständig versuchen dies zu stören oder zu dominieren. Sie können die Angebote der Jugendetage nutzen ohne gehänselt oder genervt zu werden. Das macht sie mit der Jugendetage vertraut, so daß sie ihren Anspruch auf das Angebot in der Jugendetage mit einem stärkerem Selbstbewußtsein vertreten können. Gruppenangebote Mit den Gruppenangeboten verfolgen wir unterschiedliche Ziele. Beratung und Einzelfallhilfe für Jugendliche, Jungerwachsene und Eltern Die Beratung und die Einzelfallhilfe nimmt einen großen Bereich in unserer Arbeit ein. Von Jugendlichen geäußerte Probleme und Schwierigkeiten werden hier aufgenommen. In Gesprächen wird versucht, gemeinsam mit dem Jugendlichen Lösungsmöglichkeiten für die Probleme zu entwickeln und deren Umsetzung zu planen. Neben den Einzelgesprächen gehören auf Wunsch auch begleitende Hilfen zu diesem Angebot. Aufsuchende Arbeit Die aufsuchende Arbeit nimmt in unserem Gesamtkonzept aus zeitlichen Gründen leider nur einen kleinen Rahmen ein. Sie ist notwendig, um zu Jugendlichen, die in der Jugendeinrichtung nur noch selten auftauchen einen Kontakt zu halten und ihnen notwendige Hilfen weiter zukommen lassen zu können. Wochenend- und Ferienfahrten Ein fester Bestandteil im Angebot der Jugendetage sind Wochenendfahrten und Ferienfahrten. Hiermit haben die Jugendlichen zum einen die Chance, Urlaub zu machen. Dies ist für viele Jugendliche die einzige Chance, da viele Familien kein Geld haben um eigenen Urlaub zu finanzieren. Selbst bei den schon bezuschußten Teilnehmerbeiträgen für solche Fahrten haben immer mehr Familien das Problem, die Kosten aufzubringen. Für die Arbeit sind diese Fahrten wichtig, da u.a.: - Jugendliche untereinander Kontakt bekommen, die sich ansonsten aus dem Weg gehen, oder kaum Berührungspunkte haben - Vorurteile gegen andere abgebaut werden können, - eine bessere Möglichkeit besteht, Vertrauen zueinander aufzubauen, - inhaltliche Themen besser besprochen werden können, - erlebnispädagogische Elemente in die Arbeit einfließen können, - Zeit ist, um Probleme und Schwierigkeiten zu besprechen - die Gruppenfähigkeit verbessert wird Projekte Unter Projekten verstehen wir unter anderem den Fahrradcontainer, Renovierungsarbeiten, Möbelbau, Umbau der Discolichtanlage, Reparaturarbeiten usw. Jugendliche haben hier die Möglichkeit sich an einem gesamten Projekt, von der Planung bis zur Fertigstellung zu beteiligen. Es ist bei diesen Projekten aber auch möglich, nur in einzelnen Abschnitten oder auch nur für kurze Zeit mitzumachen. Jugendliche haben große Schwierigkeiten, langfristige Planungen zu überschauen und durchzuhalten. Mit diesen Projekten geben wir den Jugendlichen die Chance, dies zu erlernen. Zusammenarbeit und Fachaustausch mit anderen Einrichtungen im Stadtteil und mit überregionalen Einrichtungen Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen im Stadtteil und überregional hat folgende Ziele: - Austausch über Inhalte und Schwerpunkte der Arbeit - Austausch über geplante Aktivitäten, Angebote und Projekte - Austausch über Entwicklungen im Stadtteil - Planung von gemeinsamen Veranstaltungen - Zusammenarbeit bei auffälligen Besuchern, die mehrere Einrichtungen im Stadtteilbesuchen - Erfahrungsaustausch - lnformationsbörse - Gegenseitige Unterstützung bei Problemen oder großen Aktionen - Erarbeiten von politischen Forderungen, die sich aus der praktischen Arbeit ergeben - Aufzeigen von Entwicklungen im Jugendbereich gegenüber den zuständigen Behörden Hinzu kommt bei einer überregionalen Zusammenarbeit noch, daß ein Austausch über |
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| 5. Ziele Ziele unserer Arbeit sind in den vorangegangenen Ausführungen schon viele enthalten. Wir wollen versuchen, hier noch mal eine kurze Zusammenfassung zu machen. Wichtig in unserer Arbeit ist: - Parteiliche Arbeit mit und für Jugendliche - Abbau von Gewalt - Hilfe bei der Suche nach Lebensperspektiven und Zukunftsperspektiven - Vermittlung von Fähigkeiten - Veränderung im Umgang mit weichen und harten Drogen - Hilfe in schwierigen Lebenssituationen - Aufzeigen von alternativen Verhaltensmustern - Parteiliche Mädchenarbeit zur Verbesserung der Situationen von Mädchen und Frauen - Förderung von politischen Verständnis und Förderung der Teilnahme am politischen Leben - Förderung von Selbstbewußtsein, Selbstwertgefühl, Kritikfähigkeit, Sozialverhalten,Eigenverantwortung - Hilfe zur Selbsthilfe - Rhetorische Fähigkeiten aufbauen und einsetzen - Spaß und Freude im alltäglichen Leben zu finden und zu haben - Förderung der Fähigkeit zum Aufbau und Erhalt von sozialen Kontakten |
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